Coaching-Kompetenz
Menschen verstehen, führen und coachen
Wollen Sie sich und andere Menschen zu Höchstleistungen coachen? Ob Führungskraft, Unternehmer oder angehender Coach, Coaching-Kenntnisse bieten Ihnen im beruflichen und privaten Umfeld eine Palette an Möglichkeiten, um sich und andere Menschen besser zu verstehen, führen und coachen zu können.
Ursprünglich kommt Coaching von dem Wort Coach und bedeutet Kutscher. Der Job des Coachs und des Kutschers hat Gemeinsamkeiten. Der Kutscher hat die verantwortungsvolle Aufgabe seine Pferde so zu lenken, dass sie auf dem richtigen Weg zum Ziel gehen. Ausserdem sollen Fehlschritte vermieden werden. Auch der Coach begleitet und unterstützt seine Kunden auf dem Weg zu ihren Zielen. Coaching ist ziel- und lösungsorientiert. Es ist ein auf die aktuellen Bedürfnisse des Kunden zugeschnittenes Beratungs- und Unterstützungsangebot auf persönlicher oder beruflicher Ebene. Im Zentrum stehen die individuellen Bedürfnisse, Ziele und Erwartungen des Kunden. Das Coaching hilft neue Blickwinkel einzunehmen und Ziele zu erreichen. Es wirkt unterstützend und verschafft persönliche und berufliche Perspektiven. Ausserdem wirkt es klärend und motivierend und steigert die Leistungsfähigkeit.
Oftmals kommt ein klassisches Coaching zur Anwendung bei persönlichen oder beruflichen Krisen oder wenn ein Wunsch nach Veränderung und Entwicklung besteht. Coaching-Techniken können jedoch auch gezielt im persönlichen oder beruflichen Alltag eingesetzt werden. Es hilft andere Menschen besser zu verstehen, zu führen und wirkt motivierend. Dazu sind Basiskenntnisse im Coaching notwendig.
Der klassischen Coaching-Ablauf und führt vom Einstieg, über mögliche Interventionen zum Abschluss. Entscheidend für den Erfolg ist die Haltung des Coachs. Eine offene, wertfreie und respektvolle Haltung gegenüber dem Kunden hilft Hemmschwellen zu überwinden und Vertrauen aufzubauen. Ausserdem sollte der Coach seine Hypothesen immer wieder zur Seite legen und den Kunden und die Situation aus der Vogelperspektive aus betrachten. Ein wesentlicher nicht zu vernachlässigbarer Erfolgsfaktor ist auch die Sympathie zwischen dem Coach und dem Kunden.
Klassischer Coaching-Ablauf
Coaching-Einstieg
Zu Beginn jedes Coachings werden die Ziele und Erwartungen des Kunden geklärt. Die Ziele und Erwartungen geben die Richtung vor. Mögliche Einstiegsfragen sind: Was haben Sie für persönliche Ziele für dieses Coaching? Was sind Ihre Erwartungen an mich als Coach? Der Mensch hat die Tendenz sich auf negatives zu konzentrieren und positive Veränderungen zu vergessen. Die Kontrollfrage unterstützt den Kunden dabei die positiven Veränderungen bewusst wahrzunehmen: Wie stellen Sie am Ende des Coachings fest, dass Ihre Ziele und Erwartungen erfüllt sind?
Viele Coaching-Kunden wissen nicht, was auf sie zukommt und sind deshalb zu Beginn ein wenig unruhig und angespannt. Auskunft über das Vorgehen und den Coaching-Ablauf geben ihnen Sicherheit und Halt. Eine Vertrauensbasis schafft auch das Aufeinandereinstimmen. Dies geschieht oft unbewusst. Es kann jedoch auch bewusst gefördert werden. Der Coach kann das Redetempo, die Lautstärke und die Körperhaltung auf den Kunden abstimmen, denn gleich und gleich gesellt sich gerne.
Die Situationsanalyse klärt Fragen des persönlichen Umfelds und aller relevanten Punkte, die fördernd oder hemmend auf die Zielerreichung wirken. Je nach Fragestellung und Thema eignet sich neben einer Situationsanalyse auch eine Analyse der Persönlichkeit. Die Persönlichkeitsanalyse gibt Auskunft über die Persönlichkeit des Kunden, sein Potential, seine Fähigkeiten und seine Blockaden.
Der Coaching-Einstieg ist das Fundament jedes Coachings. Eine solide Basis fördert den weiteren Prozess. Selbstverständlich kann es innerhalb des Coaching-Ablaufs auch Überschneidungen und Verschiebungen geben. Es ist auch möglich, dass sich die Persönlichkeitsanalyse über die gesamte Coaching-Dauer erstreckt und parallel dazu bei Bedarf interveniert und Massnahmen entwickelt werden.
Coaching-Interventionen
Der eigentliche Coaching-Prozess besteht aus Interventionen. Coaching-Interventionen sind Eingriffe des Coachs, die den Kunden dabei unterstützen seine Ziele zu erreichen. Jeder Coach hat je nach Persönlichkeit, Ausbildung und Erfahrung seine individuelle Werkzeugkiste mit Fragetechniken, Übungen und Rollenspielen. An jedem Ort einsetzbare Interventionen sind unterschiedliche Fragetechniken.
Interventionseinführung
Skalierungsfrage
Die Skalierungsfrage spricht den Verstand des Menschen an. Da die Zahlen greifbar sind, vermitteln sie Sicherheit bei nicht fassbaren Themen, wie z.B. Erfolgschancen, Zufriedenheit und persönliches Befinden. Folgende Skalierungsfragen können eingesetzt werden: Wie beurteilen Sie Ihre momentane Stimmung auf einer Skala von 0-10, wobei 0 am tiefsten und 10 am höchsten ist? Was haben Sie bis jetzt unternommen, damit Sie den Ist-Zustand erreicht haben? Wie hoch liegt Ihr Wunsch-Wert? Welche Massnahmen können Sie dabei unterstützen Ihren Wunsch-Wert zu erreichen?
Wunderfrage
Mit der Wunderfrage werden persönlichen Ressourcen aktiviert. Ausserdem wirkt sie motivierend. Sie kann eingesetzt werden, wenn der Kunde sich öffnen soll. Antworten auf die Wunderfrage verweisen auf den gewünschten Zustand und geben Auskunft über die notwendigen Schritte. Eine mögliche Wunderfrage lautet: Angenommen es geschieht ein Wunder über Nacht, an was stellen Sie am anderen Morgen fest, dass das Wunder geschehen ist?
Lösungsorientierte FragenÂ
Lösungsorientierte Fragen lenken den Blick des Kunden vom seinem Problem fort auf die Lösung. Dadurch können Spannungen abgebaut und eine offene Haltung gefördert werden. Mögliche lösungsorientierte Fragen sind: Was könnten Sie tun, um das Thema X zu lösen? Was gibt es für Möglichkeiten, damit Sie in Zukunft ähnliche Konfliktsituationen vermeiden können? Haben Sie eine Idee, wie ich Sie am besten unterstützen könnte? Wer könnte Ihnen bei der Lösung Ihres Problems behilflich sein?
Zirkulärfragen
Die Zirkulärfragen sind indirekte Fragen, bei denen sich der Kunde in eine andere Person versetzen soll. Sie kann eingesetzt werden, wenn der Kunde keine Lösungen sieht, zurückhaltend ist oder sich nicht recht öffnen will. Ausserdem hilft sie komplexe Zusammenhänge und verschiedene Blickwinkel zu erfassen. Mögliche Zirkulärfragen sind: Was würde Ihre Frau zu diesem Thema sagen? Wie sieht Ihr Arbeitskollege X diese Situation?
Beziehungslandkarte
Da jeder Mensch unbewusst oder bewusst ein konkretes Bild von seiner Situationen, seine Frage- und Problemstellungen hat kann er dieses auch aufzeichnen. Die Beziehungslandkarte ist eine intuitive Methode, die ihm helfen seine unbewussten Bilder ins Bewusstsein zu holen. Dazu zeichnet der Kunde seine Fragestellung, eine bestimmte Situation oder sein Umfeld auf ein Blattpapier auf. Er muss kein guter Zeichner sein. Es genügen Kreise für alle relevanten Punkte. Ausserdem sollen die Beziehungen untereinander eingezeichnet werden. Dadurch werden unbewusste Beziehungen und Dynamiken aufgezeigt. Übrigens bedarf es keiner besonderen Ausbildung oder Fähigkeiten diese Zeichnung zu deuten. Bilder sind allgemein verständlich.
Coaching-Abschluss
Zum Abschluss wird die Zielerreichung überprüft und allfällige offen Fragen geklärt. Mögliche Abschlussfragen sind: Was brauchen Sie noch, damit Sie erfolgreich sind? Was nehmen Sie als wichtigste Punkte aus dem heutigen Coaching mit? Ausserdem kann es sinnvoll sein, dem Kunden Hausaufgaben zur Festigung und Nachbearbeitung mitzugeben. Am Ende wird das weiteres Vorgehen geklärt und bei Bedarf ein nächster Coaching-Termin festlegt.
In Unternehmenscoaching werden die Dauer und die Laufzeit meistens im Vorfeld des erstens Coachings oder beim Coaching-Einstieg festgelegt. Bei Coachings von Privatpersonen ist es auch möglich Termin bei Bedarf zu buchen. Es bleibt zu sagen, dass Veränderungen ihre Zeit benötigen.